Archiv der Kategorie: Sven Wies

Challenge Almere Amsterdam (Half)

Der letzte große Wettkampf der Saison stand am letzten Samstag an. Angereist am Freitag, da der Start am Samstag um 8:20 Uhr fiel, war alles für ein perfektes Rennen vorbereitet.

Bei tollen Bedingungen fiel um Punkt 8:20 Uhr per Kanonenschuss der Start. Nach einigen Anfangskebbelein konnte ich mich vom Rest des Feldes absetzen. Nach 25:07 Minuten kam ich als erster Athlet aus dem Wasser. Schnell aus dem Neo und ab auf die flache, windige Radstrecke.
Die ersten 40 Kilometer vergingen wie im Flug! Und das lag auch am Rückenwind. So fuhr ich die ersten 20 Kilometer als führender bis ich auf Platz zwei zurückfiel. Auf den schier endlos langen Geraden wurde die zweite Hälfte dann anstrengend. Da wo es Rückenwind gibt, gibt es nun mal auch Gegenwind.  Nach 2:20:09 Stunden für die 91,5 Kilometer ging es mit einer persönlichen Bestzeit auf dem Rad zum zweiten Wechsel. Inzwischen war ich auf Platz 11 in der Gesamtwertung und auf Platz 4 in der AK 24-39 zurückgefallen, da kleinere Gruppen gegen den Wind einfach einen Vorteil haben.
Auf ging es in den abschließenden Halbmarathon.
Wiesbaden noch im Kopf ließ ich es langsamer angehen. An den ersten Verpflegungsstationen direkt den Körper kühlen. Denn inzwischen hatten wir entspannte 27 Grad und keine Wolke am Himmel. Bis Kilometer 16 lief alles nach Plan. Die letzten dann doch eher 6 Kilometer wurden noch einmal zur Herrausforderung.
Mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 4:24:10 Stunden, Platz 15 in der Gesamtwertung und Platz 10 in der Altersklasse 24-39 ein schöner Saisonabschluss!

Ein ganz besoderes Dankeschön an meine Fans, denen selbst die Anreise nach Almere nicht zu weit war.
Natürlich auch an meine Sponsoren und Unterstützer.
Vor allen den Jungs von Cycle Culture Company, und dem DSV 98!

Ergebinsse: http://nl.mylaps.com/evenementen/uitslagen/2016/sep/10/almere/UitslagHTTot.html

3. Platz beim Nibelungen Triathlon Xanten

Gelungene Generalprobe für die Challenge Almere Amsterdam (Half)

Angefangen mit dem Schwimmen, bei dem ich leider dem Führungs-Standup-Paddler folgte der einen kleinen Umweg wählte blieb ich 1:20 Minuten hinter meiner Schwimmzeit vom letzten Jahr.
Trotzdem ging es mit einem Vorsprung von ca. 2 Minuten auf die 42 Kilometer lange Radstrecke. Bei sehr windigen und teils regnerischen Wetter ging es nach 1:03:49 Stunde auf die Laufstrecke.
Immer noch führend, aber Platz zwei und drei schon im Nacken spürend.
So überholte mich bei Kilometer 6 der spätere Sieger und bei Kilometer 7 der spätere zweitplatzierte.  Glückwunsch an den verdienten Sieger und zweitplatzierten.
Dadurch konnte ich wie geplant ab Kilometer 7 etwas Tempo raus nehmen, da in 6 Tagen schon die Challenge Almere Amsterdam ansteht. Das letzte große Highlight der Saison 2016.

1500m Schwimmen: 00:20:11 Minuten
42km Radfahren:        01:06:53 Stunden (Inkl. Wechsel 1+2)
9.7km Laufen:               00:36:58 Minuten
Gesamtzeit:                    02:04:03 Stunden

Ironman Wiesbaden 70.3 Europameisterschaft

Der erste große Ironman 70.3 stand am letzten Wochenende an. Im Rahmen der Veranstaltung fanden auch die Europameisterschaften statt.

Der Start am Raunheimer Waldsee erfolgte am Sonntagmorgen um 8:10 Uhr. 10 Minuten nach den Männerprofis und 8 Minuten nach den Damenprofis.
Der Schwimmstart erfolgte zum ersten Mal nach dem neuen Rollingstart. Eingeordnet bei 25min vor dem Start, musste ich mich die ersten 300 Meter durch ein paar Athleten wühlen, die sich vor mir eingeordnet hatten, allerdings langsamer waren.
Nach 26:22 Minuten kam ich nach dem 1,9 Km Schwimmen aus dem Wasser. Somit war ich inklusive aller Profis als 38. aus dem Wasser.

Auf dem Rad ging es direkt rund. Leider verlor ich auf den ersten zwei Kilometern meine Wasserflasche. Somit hatte ich für die ersten 20 km bis zur ersten Verpflegungsstation nur meine Nahrung.
Die sehr anspruchsvolle Radstrecke mit 1500 Hm auf 90 Km durch den Taunus war landschaftlich sehr reizvoll, wovon ich allerdings leider nur wenig mitbekam. Ein Anstieg folgte dem anderen. Daher bin ich mit der Radzeit von 2:45:01 Stunden zufrieden.
Die letzten Kilometer ging es nur noch bergab, aber die Oberschenkel sowie die 27 Grad Außentemperatur machten sich bemerkbar, vor allem als es in die zweite Wechselzone ging.

Auf ging es in den Wiesbadener Kurpark. Hier mussten nun vier Runden absolviert werden inkl. 200 Hm. Die erste Runde verging wie im Flug, aber zu schnell wie sich am Ende der zweiten Laufrunde herausstellte. Wie vom Hammer getroffen ging es an einer Steigung bei Kilometer 8 kaum weiter.
Die nächsten zwei Runden waren eine Qual. An dieser Stelle einen riesen Dank an meine Frau und Freunde, die mich an der Strecke motivierten, und ohne die ich es vielleicht nicht ins Ziel geschafft hätte. Zwei Kilometer vor dem Ziel kamen Krämpfe im Rücken und Seitenstiche dazu und zwangen mich zu kurzen Gehpausen. Nach endlosen 1:36:02 Std. kam die Ziellinie. Die angestrebte Halbmarathonzeit hatte ich leider um 15 Minuten verfehlt.

Umso glücklicher bin ich, dass ich nach 4:51: Stunden meinen ersten Ironman 70.3, einer der anspruchsvollsten, wie man aus vielen Mündern hörte, als Finisher absolviert habe!
Es reichte immerhin noch für Platz 15 in meiner Altersklasse in Europa und unter die Top 100 Männer inklusive der Profis.

In der Nachbetrachtung bin ich mir sicher, dass ich auf dem Rad zu wenig Flüssigkeit zu mir geführt und durch den Fahrtwind die Temperaturen nicht richtig eingeschätzt hatte. Im Anschluss bin ich die ersten Kilometer beim Laufen zu schnell angegangen.
Aus diesen Fehlern kann ich nur lernen und es in knapp vier Wochen bei der Challenge Almere-Amsterdam, besser machen.

Ergebnisse: http://eu.ironman.com/de-de/triathlon/events/emea/ironman-70-3/wiesbaden/ergebnisse.aspx?rd=20160814&race=germany70.3&bidid=891&detail=1#axzz4HaIb3ZLd