3. Platz bei der Challenge Almere-Amsterdam Half

Am Samstag stand das letzte Rennen der Saison 2017 an. Bei der Challenge Almere- Amsterdam sollte die gute Form der letzten Wochen bestätigt werden.
Die Anreise am Freitag war auf Grund des Wetters beschwerlich. Ich entschied mich dafür, den zweiten Check-In am fühen Samstag vor dem Rennen zu nutzen, damit das Beast nicht die ganze Nacht im Regen stehen musste.
Am Samtagmorgen sah das Wetter dann zunächst nicht wirklich besser aus. Es regnete und der Wind war kontinuierlich mit starken Böen.
Der Startschuss fiel um 8:20 Uhr, 50 Minuten nach dem Start der Langdistanzler. Da diese zwei Runden absolviert werden mussten, schwammen wir schnell in die langsamen Schwimmer auf. Leider verlor ich in einer dieser Gruppen den Führenden aus den Augen. Zwar konnte ich mich trotzdem am Führungskajak orientieren, aber im Vergleich zum lezten Jahr, wo ich das Kajak die ganze Zeit vor mir hatte, war es schwieriger. Aus dem Wasser kam ich in einer dreiköpfigen Verfolgergruppe.
Auf die Radstrecke gab es zunächst dasselbe Problem wie beim Schwimmen. Die ersten drei Kilometer ging es auf einem Radweg hienaus Richtung Deich. Auch hier waren viele Langdistanzler unterwegs, die den Radweg ziemlich beanspruchten. Auf dem Deich angekommen ging es mit knapp 50 km/h rund. Der Wind peitschte mich nach vorne. Mir war klar, dass ich auch noch zurück musste.
Aus der Verfolgergruppe hatte sich der spätere Sieger deutlich abgesetzt und ich konnte mich vom Viertplatzierten lösen. So war das Radfahren sehr einsam und unspektakulär. Bei Kilometer 85 wurde ich plötzlich überholt. Etwas überrumpelt konnte ich die Pace nicht mitgehen und verlor noch 40 Sekunden bis zum zweiten Wechsel. Diese konnte ich aber durch einen schnellen Wechsel komplett aufholen.
Auf dem ersten Kilometer des Halbmarathons machte Jeppe Hofman direkt Druck. Ich entschied mich nicht direkt mitzugehen und ihn erstmal ziehen zu lassen. Auch ein Halbmarathon kann lang werden.
So waren die ersten 14 Kilometer sehr einsam. Aber mir ging es sehr gut. Ich entschied mich, das Tempo deutlich zu steigern. Das hieß von 3:58 min/Km auf 3:45 min/Km. Nach weitern zwei Kilometern konnte ich plötzlich die Führungsfahrräder sehen. Da waren Platz zwei und drei ich Sicht. Auf der Laufstrecke war inzwischen Einiges los und ich bekam viele Zurufe: “Sven hol Sie Dir”, “Nur 20 Sekunden auf Platz drei!”. Ab diesem Moment lief ich wie in Trance. Kilometer für Kilometer und ich holte Meter für Meter auf. Bei Kilometer 19 war es dann soweit: Ich überholte den Drittplatzierten, allerdings nicht wie erwartet Jeppe Hofman, sondern den auf Platz zwei losgelaufenen Gregor Schreiner. Auf dem letzten Kilometer versuchte ich die Lücke zu Platz zwei zu schließen, allerdings war der Zweitplatzierte an diesem Tag zu stark.
So konnte ich auf den letzten 500 Metern das Rennen und den Zieleinlauf richtig genießen.
3. Platz in der Gesamtwertung bei einem großem Rennen, bei dem es kein gesondertes Profifeld gab.
Ich bin immer noch überglücklich und freue mich jetzt aber auch auf die Off-Season 😉

Swim 1,9 KM | 25:33 Min      1:14 min/100m
Bike    92 KM | 2:20:54 Std    40,1 km/h
Run  21,1 KM| 1:22:32 Std    3:56 min/km
Overall 4:14:07 Std

Ergebnisse

Deutscher Meister Sprintdistanz AK

Am Wochenende standen im Rahmen des Cologne Triathlon Weekends die deutschen Meisterschaften über die Sprintdistanz in der Altersklasse an.

Der Startschuss im Fühlinger See fiel um 12 Uhr. Von Anfang an war das Rennen von hohem Tempo geprägt. So kam ich nach 9:25 Minuten für die 750 MeterSchwimmen als zweiter 45 Sekunden hinter dem 18 jährigen Neuseeländer, in einer vierköpfigen Verfolgergruppe, aus dem Wasser.
Auf der Radstrecke dominierte oder besser gesagt führte ich diese Verfolgergruppe alleine an. Bis zum Wechsel hatte ich den Rückstand auf 20 Sekunden verkürzt, doch die Verfolgergruppe hing noch an meinem Hinterrad.
Ich entschloss mich beim Laufen direkt die Flucht nach vorne anzutreten. So konnte bis Kilometer eins nur noch einer aus der Verfolgergruppe an mir dran bleiben, ehe auch er abreißen lassen musste.
Nach vorne hatte sich der Abstand allerdings nicht verkleinert. Konstant konnte ich das Tempo bis ins Ziel halten und hatte einen kleinen Vorsprung herausgelaufen, sodass ich den Zieleinlauf für den deutschen Meistertitel genießen konnte.

750M|      9:25
20KM|    29:18
5,6KM|   19:16

Ergebnisse